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Futtermittel Deklaration-Verstehen!

Viele Hundehalter orientieren sich bei der Auswahl des Futters für ihr Tier am Preis, den Werbeversprechen oder am Aussehen der Verpackung. Wenig Aufmerksamkeit wird hingegen der Deklaration geschenkt. Hier finden sich allerdings die wirklich wichtigen Informationen.

Futtermittelverordnung

Für Futtermittel gilt sowohl einheitliches EU-Recht als auch Deutsches Recht. Die Futtermittelverordnung gibt hierüber Auskunft. Sinn und Zweck dieser Regelungen ist die Schaffung eines einheitlicher Hygienestandard sowie die Sicherstellung eines Mindestmaßes an Qualität

Die Futtermittelverordnung definiert auch den Begriff “Futtermittel”. Indem der Gesetzgeber Futtermittel als Nahrung für Tiere definiert, grenzt er sie von Nahrungsmitteln ab, die für den Menschen bestimmt sind. Diese Abgrenzung ist wichtig, da der Gesetzgeber diesbezüglich Tiere und Menschen nicht gleich behandelt. Bestimmte Rohstoffe sind für Tiere erlaubt, für Menschen aber verboten. Manchmal findet dies seine Begründung in den unterschiedlichen Ernährungsbedürfnissen, in der Regel hat dies aber einen wirtschaftlichen Hintergrund.

Die Futtermittel Deklaration kann ein Buch mit sieben Siegeln sein. Damit Sie aber zweifelsfrei entscheiden können, ob ein Futter gesund und hochwertig ist, möchten wir Sie aufklären.

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Deklaration-Pflichtangaben

  • Alleinfutter– es sind alle notwendigen Nährstoffe enthalten, um komplett versorgt zu sein.
  • Ergänzungsfutter oder Einzelfuttermittel-es fehlen bestimmte Bestandteile zur kompletten Ernährung. Es müssen Nährstoffe z.B. Vitamine ergänzt werden.
  • Diätfuttermittel– sind Mischfuttermittel aus mehreren Komponenten. Sie kommen bei besonderen Bedürfnissen wie z.B. Krankheit zum Einsatz.
  • Zusammensetzung– bei diesen Angaben gibt es Spielräume. Es kommen offene und geschlossene Deklarationen zur Anwendung oder auch Mischformen. Ein Hersteller der nichts zu verbergen hat, gibt zu 100% genau an welche Zutaten er verwendet hat. Der Begriff “Fleisch” ist hierbei auch ein Qualitätskriterium.

leerer Futternapf

  • Analytische Bestandteile- hierbei handelt es sich um einfache Analysemethoden, die Informationen über die folgenden fünf Gruppen liefern: Rohprotein (oder Protein), Rohöle und -fette (oder Fettgehalt), Rohfaser, Rohasche (oder Anorganischer Stoff) und Feuchtigkeit – Die Feuchtigkeit muss nur angegeben werden, wenn sie über 14 % liegt. Aufgrund der Einfachheit der Analysemethoden entsprechen die Werte nicht ganz den Erwartungen der Kunden über deren Aussagekraft.
  • Zusatzstoffe – das könnten Konservierungsstoffe, Aromastoffe oder Farbstoffe sein. Sie verbergen sich gerne auch hinter blumigen Namen wie: Zuckerrübenmelasse oder Hefeextrakt.
  • Nettomasse- Gewicht des reinen Inhalts
  • Name des Herstellers
  • Kontaktdaten (E-Mail) – vom Hersteller
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
  • Chargennummer
  • Fütterungsempfehlung– Es gibt keine spezielle Art, wie diese Fütterungsempfehlung ausgestaltet sein muss, der Kunde muss nur nachvollziehen können, welche Menge ungefähr richtig ist. Die meisten Hersteller haben aber auf ihrer Website einen so genannten Futter-Rechner. Hier kann man dann genauere Berechnungen anstellen
    Gesund und lecker!
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Freiwillige Angaben

Auf der Verpackung dürfen auch weitere Angaben stehen. Diese Möglichkeiten werden genutzt, um auf bestimmte Vorteile des Produktes hinzuweisen. Es sind Werbeaussagen, die den Verkauf fördern sollen. Gerne werden diese Angaben auch in Form eines Siegels dargestellt.

Beispiele hierfür sind: keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Farbstoffe, keine Tier- oder Pflanzenmehle, ohne Tierversuche hergestellt, Frischfleischgarantie, frei von Gentechnik, Glutenfrei, Qualität aus Schweden.

Natürlich müssen diese Angaben korrekt sein. Sie dürfen auch nicht irreführend sein. Der normale Konsument muss sie also verstehen können. Optisch sollten die freiwilligen Angaben von den gesetzlichen Pflichtangaben möglichst getrennt werden.

Eine wesentliche Einschränkung ist die so genannteHealth-Claim-Regelung. Es ist nicht erlaubt, mit Gesundheitsaussagen zu werben, die nicht wissenschaftlich dokumentiert und nachgewiesen sind. Allgemeine Aussagen wie, Gemüse ist gesund, dürfen aber getroffen werden.

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