Erfahrungen & Bewertungen zu Antje Schnitzler

Blasensteine beim Hund

Viele Hunde leiden unter Harnsteinen. Da kleine Konkremente noch keine Beschwerden verursachen, bleiben diese meistens unbemerkt. Erst wenn sich größere Steine in der Niere, dem Harnleiter, der Blase oder der Harnröhre befinden, treten Probleme mit dem Harnabsatz auf.

Wie entstehen Harnsteine?

Steine in den Harnwegen können verschiedenen Ursachen haben:

  • zu hoher Mineralstoffgehalt im FutterBlasensteine, Harnsteine, Struvitsteine beim Hund
  • Der Hund trinkt zu wenig Wasser Fazit
  • Übergewicht durch zu wenig Bewegung
  • Es liegen zwischen den Gassirunden lange Pausen. Der Hund kann nicht häufig genug Harn absetzen
  • chronische Entzündung der Harnblase
  • Erkrankungen der Leber
  • Vererbte Veranlagung für die Bildung von Harnsteinen

Einige Hunderassen besitzen eine Veranlagung für die Bildung von Harnsteinen. Bei Dalmatinern treten häufig Uratsteine auf, da die Hunde Purin, eine organische Verbindung, nicht abbauen können, sondern mit dem Harn ausscheiden. Bei Dackeln, Chihuahuas und Terriern treten häufig Cysteinsteine auf.
Vor allem das Futter hat einen großen Einfluss auf die Bildung der Harnsteine. Erfolgt eine ständig zu hohe Versorgung mit Kalzium, Magnesium und anderen Mineralstoffen, reichern sich diese im Blut an. In den Nieren werden die Mineralstoffe aus dem Blut filtriert und reichern sich im Harn an. Kommt es zusätzlich zu einer Veränderung des pH-Wertes des Urins, können die Mineralstoffe im Harn Kristalle bilden. Diese verklumpen zu größeren Steinen.

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Welche Blasensteine gibt es?

  • Struvitsteine
  • Kalziumoxalatsteine
  • Cystinsteine
  • Uratsteine
  • Silikatsteine

Am häufigsten werden bei der mikroskopischen Untersuchung des Harns Struvitsteine und Kalziumoxalatsteine gefunden. Sie entstehen auch schon bei jungen Hunden als Folge einer falschen Futterzusammensetzung oder einer chronischen Blasenentzündung.

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Welche Symptome treten auf?

Lagern sich die Harnsteine direkt in der Niere ab, wird ein Teil des Nierengewebes nicht mehr ausreichend durchblutet. Es bilden sich weiße Infarkte. Das zerstörte Nierengewebe kann nicht mehr neu gebildet werden. Sind 70 Prozent des Nierengewebes zerstört, ist die Ausscheidungsfunktion eingeschränkt. Der Hund trinkt viel Wasser. Er setzt große Mengen an unkonzentriertem Harn ab. Die Giftstoffe können nicht mehr ausgeschieden werden und reichern sich im Körper an.
Am häufigsten lagern sich die Blasensteine direkt in der Harnblase ab. Solange nur etwas Blasensand vorhanden ist, fühlt sich der Hund nicht krank. Eine größere Menge an Kristallen reibt an der Blasenschleimhaut und reizt diese. Die Folge ist eine Blasenentzündung. Der Hund scheidet rötlichen Harn aus. Der Harnabsatz ist schmerzhaft.Blasensteine beim Hund erkennen
Bilden sich große Steine, können diese bei Rüden in die Harnröhre rutschen. Die Harnröhre wird von dem Stein verschlossen. Es kann kein Harn mehr abgesetzt werden. Der Hund reagiert empfindlich auf Berührungen im Bauchbereich. Der Urin staut sich zurück bis in die Niere. Durch die Stauung wird das Nierengewebe geschädigt. Da keine Ausscheidung der Giftstoffe mehr stattfindet, lagern sich diese im Körper ab. Dem Hund ist übel, er erbricht. Aus dem Maul ist ein urämischer Mundgeruch wahrnehmbar.
Hündinnen, die an einer Urolithiasis erkranken, leiden vor allem an Blasenentzündungen. Bei Rüden tritt häufig ein Verschluss der Harnröhre auf.
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Wie kann eine Diagnose gestellt werden?

Blasensteine können mit einer Röntgenuntersuchung oder einer Ultraschalluntersuchung des Bauches dargestellt werden. Damit die richtige Behandlung erfolgen kann, muss die Art der Kristalle durch eine mikroskopische Untersuchung des Harns festgestellt werden.
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Wie erfolgt die Therapie?

Ist bereits ein Verschluss der Harnröhre vorhanden, versucht der Tierarzt, den Blasenstein mit einem Katheter wieder in die Blase zurückzustoßen. Kleine Steine können durch Spülung der Harnblase mit Elektrolytlösungen entfernt werden.
Große Konkremente entfernt der Tierarzt bei einer Operation. Die Harnblase wird eröffnet, damit die Steine herausgenommen werden können. Liegt der Stein direkt in der Harnröhre, wird ein künstlicher Ausgang unterhalb des Afters angelegt.
Die Blasenentzündung kann mit Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden. Damit die Behandlung erfolgreich ist, muss die Fütterung des Hundes verändert werden. Eine unterstützende homöopathische Behandlung erfolgt mit Solidago D4 und Berberis D3 Globuli.
Blasensand kann auch durch eine Änderung der Zusammensetzung des Futters aufgelöst werden.
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Welches Futter ist für die Auflösung von Kristallen im Harn geeignet?

Die Behandlung der Urolithiasis muss immer mit einer Futterumstellung verbunden sein, da sich sonst schnell wieder neue Steine und Kristalle bilden.

Ein geeignetes Futter muss folgende Bedingungen erfüllen:

  • Der Mineralstoffgehalt darf nicht zu hoch sein.
  • Der pH-Wert des Harns wird durch das Futter verändert, damit sich die Kristalle auflösen.
  • Das Futter muss mit Wasser vermischt werden.
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Welches Futter ist für die Behandlung von Struvitsteinen geeignet?

Struvitsteine sind aus Ammoniummagnesiumphosphat zusammengesetzt. Die Kristalle besitzen die Form eines Sargdeckels und sind besonders scharfkantig. Da die Kristalle vor allem in einem Harn mit basischen pH-Wert ausfallen, muss der Urin durch das Futter angesäuert werden. Der Anteil an tierischem Eiweiß wird verringert. Gleichzeitig darf der Getreideanteil nicht zu hoch sein. Wenn möglich, sollte der Hund nur einmal pro Tag gefüttert werden, damit der pH-Wert des Harns nicht zu stark schwankt.

Zur Auflösung von Struvitsteinen empfehlen wir Struvisan

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Welches Futter ist für die Auflösung von Kalziumoxalatsteinen geeignet?

Kalziumoxalatsteine bilden sich vor allem im sauren Harn. Der pH-Wert des Urins muss in den basischen Bereich verschoben werden. Häufig sind ältere Hunde, die auch unter Morbus Cushing leiden, von diesen Kristallen betroffen. Das Futter sollte nur geringe Mengen an Kalzium und Vitamin D enthalten. Spinat und Rote Rüben, die viel Oxalsäure enthalten, sollen nicht gefüttert werden.

Bei Uratsteinen sollten purinreiche Futtermittel, wie Innereien oder einige Fischsorten, nicht gefüttert werden. Als Eiweißlieferant eignen sich Eier.
Damit der Bildung neuer Kristalle vorgebeugt wird, benötigt der Hund gesundes, natürlich zusammengesetztes, hochwertiges Futter.

Fazit:

Über die bedarfsgerechte Ernährung ist der entscheidende Baustein in der Therapie und Prophylaxe gegen Harn- und Blasensteine. Im Akutfall muss eine Blasenentzündung als Auslöser mittels geeigneten Medikamenten behandelt werden. Ganz entscheidend ist darauf zu achten, das der Hund ausreichend trinkt.  Hilfreich kann hier auch ein so genannter Trinkbrunnen sein. Fließendes Wasser animiert Hunde eher zum trinken. Vermeiden sie bitte unbedingt Trockenfutter, es verschlechtert den Flüssigkeitshaushalt ihres Hundes.

Bei der individuellen Auswahl/Zusammenstellung  geeigneter Futtermittel sind wir sehr gerne behilflich. Dieser Link führt direkt zu unserem Terminkalender. Hier können sie einen ihren individuellen Gesprächs-Termin vereinbaren.

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