Licky Fits: Leckanfälle beim Hund

Licky Fits: panische Leckanfälle können eine ernste Ursache haben

Schmatzt der Hund immer wieder, leckt unruhig und hastig an Gegenständen und versucht Gras zu fressen, könnte er unter Licky Fits leiden. Der Leckanfall hängt meistens mit einer Störung der Säureproduktion im Magen zusammen.

Was sind Licky Fits?

Anders als bei einem normalen Fressen von Gras verhält sich der Hund panisch und sucht unruhig nach Gras. Befindet sich der Hund in einer Wohnung, frisst er Pflanzen oder die Fugen der Fliesen.
Die Augen sind stark aufgerissen und voller Angst. Oft hustet, würgt und speichelt der Hund. Der Hund leidet an Übelkeit, schluckt Luft und stößt immer wieder auf.

Was sind die Ursachen für Licky Fits?

Werden bei dem Hund immer wieder Leckanfälle beobachtet, ist wahrscheinlich sein Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten. Durch falsches, ungesundes Futter wird eine zu kleine oder zu große Menge Magensäure produziert. Wurde der pflanzliche Anteil bei der Barf-Fütterung nicht richtig berechnet, treten Störungen in der Verdauung auf.
Futtermittelallergien verursachen ebenfalls eine Störung der Verdauung und ein Aufstoßen des Hundes durch Gasbildung und zu starke Säurebildung.
Auch das Fressverhalten des Hundes kann Leckanfälle auslösen. Schlingt der Hund zu gierig, schluckt er Luft ab. Beim Aufstoßen gelangt auch Säure in die Speiseröhre.
Hält die starke Säureproduktion über einen längeren Zeitraum an, übersäuert der Hund. Die Übersäuerung ist für weitere gesundheitliche Probleme wie Allergien, Darmträgheit und Entzündungen verantwortlich.
Leckanfälle können auch durch Medikamente wie Schmerzmittel oder Kortison ausgelöst werden.

Welche Symptome treten bei Leckanfällen auf?

Die Magensäure gelangt in die Speiseröhre und verursacht ein brennendes Gefühl. Kehlkopf und Mundschleimhäute werden durch die Säure gereizt. Der Hund versucht, das unangenehme Gefühl durch Lecken und Speicheln zu verringern.
Der zu saure Futterbrei wird in den Dünndarm weitergeleitet. Dort schädigt er die Darmschleimhaut. Diese wird durchlässig (Leaky Gut). Große Moleküle aus der Nahrung und schädliche Bestandteile passieren die Darmschranke und lösen überschießende Reaktionen des Immunsystems aus. Das Risiko für eine Futtermittelallergie steigt.
Der Vierbeiner beleckt alles, was in seiner Nähe ist. Er frisst Gras und versucht zu erbrechen. Findet der Hund kein Gras, frisst er Fremdkörper wie Holz oder Socken.
Fließt der Inhalt aus dem Dünndarm zurück in den Magen, ist das Erbrochene durch Galle gelblich gefärbt.
Während der Leckanfälle schmatzt der Hund ständig. Speichel tropft über die Lefzen auf den Boden.

Weitere Symptome, die durch eine Übersäuerung verursacht werden

  • Schädigung der Haut und Auftreten von Hot Spots (heiße, entzündete Hautstelle)
  • Juckreiz
  • Lefzenekzem
  • Tränenfluss
  • Beschleunigte Atmung
  • Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen)
  • Depression

Die Übersäuerung hat immer Einfluss auf den ganzen Körper des Hundes. Er ist schwächer und weniger leistungsfähig.

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Was tun bei einem Leckanfall?

Der Hund sollte die Möglichkeit haben, Gras zu fressen. In der Wohnung kann Katzengras in einem Topf zur Verfügung gestellt werden. Frisches Wasser verdünnt die aufgestoßene Säure. Harte Kauknochen beruhigen und bauen Stress ab.
Eingeweichter, leicht verdaulicher Zwieback beruhigt den Magen.

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Wie können Licky Fits verhindert werden?

Hat der Tierarzt aufgrund des Vorberichts und der Untersuchung des Hundes die Diagnose Leckanfall gestellt, sollte das Futter umgestellt werden. Medikamente, die die Produktion der Säure im Magen reduzieren, sind nicht immer sinnvoll, da die Symptome auch durch zu wenig Magensäure ausgelöst werden.
Durch Vermeidung von Stress und gesundes Futter wird der Säure-Basen Haushalt wieder ausgeglichen. Darmkuren helfen, eine gesunde Darmflora aufzubauen und die Verdauung zu verbessern. Huminsäuren in Heilmoor entlasten den Verdauungstrakt und unterstützen eine geregelte Verdauung und das Immunsystem.

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Was füttern bei zu viel Magensäure?

Damit die Produktion der Säure geregelter abläuft, sollten die Fütterungszeiten immer genau eingehalten werden. Das Futter sollte nicht zu fein sein, sondern größere Brocken enthalten. Durch das Kauen frisst der Hund langsamer und schluckt weniger Luft ab. Der Magen benötigt mehr Zeit, um die Fleischbrocken zu verdauen. Eine Übersäuerung tritt nicht so schnell ein. Fettarmes Fleisch und Bitterstoffe in Gemüse und Salat beruhigen den Magen.
Haferschleim schützt die Magenschleimhaut. Die Moro´sche Karottensuppe wirkt beruhigen und entzündungshemmend. Die Säureproduktion wird verringert.

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Was tun, wenn der Hund übersäuert ist?

Ist der Hund übersäuert, sollte die Futterportion auf mehrere Fütterungen täglich aufgeteilt werden. Blattsalate helfen, die Säure auszugleichen.
Bei einer hochgradigen Übersäuerung sollte der Hund 24 Stunden lang kein Futter erhalten, damit sich die Magenschleimhaut beruhigen kann.
Ulmenrinde verringert die Säureproduktion im Magen und beruhigt die Schleimhaut. Die Ulmenrinde kann vorbeugend und auch nach Leckanfällen mit etwas Futter eingegeben werden.
Die Fütterung von Trockenfutter oder zuckerhaltigen Futtermitteln sollte generell vermieden werden.

Ulmenrinde

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Ernährungsplan

Das Futter des Hundes sollte möglichst natürlich sein. Magere Fleischsorten wie Huhn sind gut für die Fütterung geeignet. Auf dem Ernährungsplan sollte vor allem Muskelfleisch stehen, da es einen geringeren Fettgehalt aufweist.
Blattsalate und bittere Gemüsesorten wie Chicorée liefern die benötigten Bitterstoffe.
Knochenmehl, gewolfte Knochen oder Calciumcitrat reduzieren die Säureproduktion im Magen und beruhigen dadurch den Magen.
Das Futter sollte keine Eierschalen, Calciumcarbonat oder Algenkalk enthalten, da diese Bestandteile die Produktion der Säure erhöhen.
Blähende Gemüsesorten wie Kohl sollten generell vermieden werden. Zucchini, Karotten und Äpfel sind für die Fütterung gut geeignet.

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Wie gefährlich sind Leckanfälle?

Licky Fits können gefährlich sein, da sie bei großen Hunden häufig vor einer Magendrehung auftreten. Die Panik kann Herzprobleme auslösen. Durch das Aufstoßen von Säure wird die Schleimhaut der Speiseröhre geschädigt. Es entsteht eine chronische Entzündung. Hält die Übersäuerung an, hat diese auch Auswirkungen auf das Gehirn. Es werden weniger Botenstoffe gebildet. Der Hund leidet an einer Depression.

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