Erfahrungen & Bewertungen zu Antje Schnitzler

Zeckenbiss beim Hund

Steigen die Temperaturen ĂŒber 7° Celsius, besteht die Gefahr fĂŒr einen Zeckenbiss. In Deutschland lauern Parasiten, wie der gemeine Holzbock und die Auwaldzecke im Gras oder auf BĂŒschen. Durch Reisen wurde, die im SĂŒden lebende, braune Hundezecke eingeschleppt. Diese kann durch die gestiegenen Temperaturen mittlerweile auch in Deutschland ĂŒberwintern. Die liebste klimatische Bedingung der Zecke liegt bei 20°C und hoher Luftfeuchtigkeit. Hier liegt der Grund dafĂŒr, dass die Zecke in heißen, trockenen Sommermonaten seltener am Hund zu finden ist.

Wie werden Hunde befallen?

Manche dieser Parasiten lassen sich auf vorbeistreifende Hunde fallen. Andere gehen regelrecht auf Jagd und kriechen durch das Gras auf der Suche nach einem Hundewirt. Zecken können chemische Reize wahrnehmen, wie:

  • Kohlendioxid-Gehalt in der Atemluft des Hundes
  • Ammoniak durch den Stoffwechsel des Hundes
  • Milch- und ButtersĂ€ure durch Bakterien auf der Haut und im Darm

Aber auch die ErschĂŒtterungen durch Bewegung des Hundes und die WĂ€rmeabstrahlung des Hundekörpers nehmen sie wahr. Ist die Zecke erstmal auf einen Hund gefallen, sucht sie sich fĂŒr den Zeckenbiss meist gut durchblutete Stellen an Kopf, Ohren und Bauch auf.

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Was passiert meinem Hund bei einem Zeckenbiss?

Die Haut des Hundes wird zunĂ€chst mit ihren Mundwerkzeugen eingeritzt. Anschließend dringt die Zecke mit ihrem StechrĂŒssel durch die Haut. Die Widerhaken desZecke StechrĂŒssels verankern sich und die Zecke saugt Blut und Lymphe. ZunĂ€chst gibt die Zecke betĂ€ubende Stoffe ab, damit der Biss nicht vom Hund bemerkt wird. Damit das Blut ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum aufgesaugt werden kann, werden von der Zecke auch Stoffe abgegeben, die die schnelle Blutgerinnung beim Hund verhindern.
Mit Blutresten aus dem Darm der Parasiten können bei dem Zeckenbiss verschiedene Erreger auf den Hund ĂŒbertragen werden.
Das Blutsaugen kann einige Wochen dauern (bei mĂ€nnlichen Zecken kĂŒrzer). Die Übertragung möglicher Krankheitserreger beginntaber nicht sofort, sondern erst ca. drei Stunden nach einem Zeckenbiss beim Hund.

Daher ist es ratsam seinen Hund nach dem Spaziergang grĂŒndlich auf Zecken abzusuchen und diese möglichst rasch zu entfernen.

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Welche Symptome treten bei einem Zeckenbiss  beim Hund auf?

Die ersten Krankheitserscheinungen sind unspezifisch. Die Zecke löst durch ihren Biss Juckreiz aus. Die Bissstelle schwillt an. Wird die Zecke durch Kratzen entfernt, bleibt ihr Kopf in der Haut zurĂŒck. Die Wunde entzĂŒndet sich, ein Abszess entsteht.
Die spezifischen Symptome sind abhĂ€ngig von dem ĂŒbertragenen Krankheitserreger. Einige Hunde, die mit dem Erreger durch einen Zeckenbiss in Kontakt kommen, bilden Antikörper. Diese können bei Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Der Hund muss keine Krankheitserscheinungen zeigen. In Deutschland befinden sich bei ungefĂ€hr 20 % der Hunde Antikörper gegen Borrelien im Blut, obwohl die meisten Hunde nicht an Borreliose erkranken.

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Welche Krankheiten können durch Zecken ĂŒbertragen werden?

FĂŒr die nachfolgenden Erkrankungen besteht, anders als bei FSME des Menschen keine behördliche Meldepflicht.

Bitte nicht in Panik verfallen. LĂ€ngst nicht jede Zecke ist infiziert und kann nachfolgende Krankheiten ĂŒbertragen. Die “Durchseuchung” der Zecken variiert je nach Region sehr stark.

1. Borreliose (5-50%)Zeckenbiss

Borrelien leben im Darm der Zecken. 24 Stunden nach dem Zeckenstich werden die Bakterien aktiviert. Sie dringen durch die Darmwand und wandern in die SpeicheldrĂŒsen der Zecke. Borrelien werden vor allem durch den gemeinen Holzbock (Ixodes rizinus) ĂŒbertragen. Die typische, ringförmige Rötung ist meistens durch das Fell verdeckt. Der Hund ist mĂŒde, die innere Körpertemperatur ist erhöht. Nach einigen Wochen treten EntzĂŒndungen der Gelenke auf. Wechselnde Lahmheiten sind sichtbar, da immer wieder andere Gelenke betroffen sind. Die Muskeln schmerzen. Der Hund verweigert das Futter und magert ab. Borrelien können auch Herz und Nieren schĂ€digen.
Die Infektion wird ĂŒber einen C6-Antikörpertest nachgewiesen. Therapie: Der Hund erhĂ€lt vier Wochen lang spezielle Antibiotika.
Eine Impfung schĂŒtzt vor der Erkrankung, ist aber nach wie vor wegen ihrer starken Nebenwirkung sehr umstritten.

2. Anaplasmose (6-9%)

In Deutschland sind ungefĂ€hr 6 – 9 % der Zecken mit Anaplasmen infiziert. Die Bakterien dringen in die weißen Blutkörperchen ein und zerstören sie. Meistens verlĂ€uft die Krankheit mild oder Symptomlos. Der Hund ist mĂŒde und lahmt. Eine Behandlung erfolgt durch Antibiotika.

3. Ehrlichiose

Die Bakterien (Ehrlichia canis) werden von der braunen Hundezecke ĂŒbertragen. Sie befallen die weißen Blutkörperchen und lösen akute und chronische Erkrankungen aus. Die Lymphknoten sind geschwollen, Fieber und Muskelzuckungen treten auf. Die Zahl der weißen Blutkörperchen und BlutplĂ€ttchen nimmt ab. Der Hund ist anfĂ€lliger fĂŒr Infektionen. Eine Behandlung erfolgt mit Antibiotika.

4. Babesiose (0,5%)

Die Babesien (Einzeller) zerstören die roten Blutkörperchen. Der Hund frisst nicht und hat hohes Fieber. Die SchleimhĂ€ute sind gelb verfĂ€rbt, der Harn ist dunkel. Die Milz vergrĂ¶ĂŸert sich. Durch Organversagen tritt der Tod ein.

5. FSME (1-5%)

Das Virus ist in Deutschland nur gering verbreitet. Hunde erkranken selten an der Enzephalitis. Es handelt sich bei dieser Erkrankung um eine GehirnhautentzĂŒndung. Es können nur die Symptome behandelt werden, körperliche BeeintrĂ€chtigungen bleiben bestehen.

Infizierte Zecken sind vor allem in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg stark verbreitet. Das nördlichste Risikogebiet liegt in Niedersachsen.

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Wie wird eine Zecke richtig entfernt?

Die Zecke wird mit Zeckenzangen oder mit einer Zeckenschling direkt an der Haut fixiert. Die Zecke nicht drĂŒcken oder quetschen. Durch eine leichte Drehbewegung, egal in welche Richtung wird der Parasit aus der Haut entfernt. Diese Vorgehensweise ist schnell und nahezu schmerzlos fĂŒr den Hund.

Das Ziehen an der Zecke, was immer wieder propagiert wird, stellt die Zecke auf eine “Zerreißprobe”. Man kann gut sehen wie sich die Haut des Hundes hebt, wenn man versucht die Zecke herauszuziehen. Diese Prozedur setzt die Zecke extrem unter Stress und erhöht so die Gefahr der Übertragung gefĂ€hrlicher Erreger.

Abschließend wird die Einstichstelle desinfiziert. Vor der Entsorgung wird die Zecke mit Alkohol abgetötet. SpĂŒlen Sie Zecken nicht im Waschbecken oder der Toilette hinunter, die Parasiten sind gute Taucher und ĂŒberleben 30 Minuten unter Wasser.

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Wirksamer Zeckenschutz

Keine der nachfolgend genannten Methoden bietet einen 100% Schutz gegen Zecken und mögliche Folgeerkrankungen. Es bleibt immer eine Nutzen-Risiko-AbwĂ€gung des Hundehalters. Eine gute Immunabwehr des Hundes durch natĂŒrliche ErnĂ€hrung und eine gesunde Darmflora sind wichtig und schon die halbe Miete im Kampf gegen Infektionen aller Art.

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Achtung! Chemische Zeckenmittel sind systemisch wirkende Insektizide. Giftstoffe (Akarizide und seine Handelsnamen), die NervenschĂ€den aller Art verursachen können. Sie werden als Spot-Ons, Tabletten und HalsbĂ€nder angeboten. Zecken werden nicht vom Hund ferngehalten, sondern mĂŒssen hĂ€ufig zunĂ€chst beißen und Blut saugen damit, das aufgenommene Gift sie abtötet. Sie stehen im Verdacht schwere NervenschĂ€den beim Hund zu verursachen. Bitte immer den Beipackzettel sehr aufmerksam lesen. Nicht gleichzeitig mit Wurmkuren anwenden.

Der beste Schutz: Zecken sollten so sZecke entfernenchnell wie möglich entfernt werden.  Je schneller eine Zecke beim Hund entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer möglichen Infektion. Bei einigen Erregern dauert es 16 bis 24 Std. bis sie auf den Hund ĂŒbertragen werden.

Das beste Werkzeug um Zecken zu entfernen stellen wir hier im Video vor.

 

 

Zeckenmittel natĂŒrlich

Floh- und Zeckenschutzspray, natĂŒrlich. Bestehend aus Kokosöl und weiteren abwehrenden natĂŒrlichen Ă€therische Öle.

Als natĂŒrlicher Zeckenschutz eignen sich unterschiedliche Möglichkeiten. Hier kann man nur ausprobieren was beim eignen Hund am besten wirkt.

  • Kokosöl (Spray) kann auf das Fell aufgetragen werden. An der „FU Berlin, Arbeitsgruppe fĂŒr Angewandte Zoologie/Ökologie der Tiere“, konnte nachgewiesen werden, dass Zecken Kokosöl nicht mögen und fast 90% den „Wirt“ wieder verlassen. Die LaurinsĂ€ure im Kokosöl wirkt abstoßend auf Parasiten. Außerdem wirkt sie, genauso wie die enthaltene CaprinsĂ€ure, antibakteriell.

 

  • SchwarzkĂŒmmelöl. Der Wirkstoff Thymoquinon soll abschreckend auf Zecken wirken. Allerdings ist Vorsicht geboten bei bestehenden Leber-/ Nierenerkrankungen, Tieren, die regelmĂ€ĂŸig Schmerzmittel erhalten, TrĂ€chtigen HĂŒndinnen (kann zum Verlust der Welpen fĂŒhren), bei Katzen im Haushalt, da giftig fĂŒr Katzen. Innerlich nur als Kur, nicht zur tĂ€glichen Dauergabe geeignet, Gefahr von LeberschĂ€den beim Hund!

 

  • Bierhefe. Als Wirkstoff gegen Zecken werden die enthaltenen B-Vitamine angefĂŒhrt (B1, B2, B5, B6, B12). Sie sollen den Geruch des Hundes verĂ€ndern und ihn somit fĂŒr Zecken unattraktiv machen.

 

  • EM – Effektive Mikroorganismen sind eine Mischung aufbauender Mikroorganismen (Photosynthesebakterien, MilchsĂ€urebakterien, fermentaktive Pilze, Hefen), die in nahezu allen Bereichen des Lebens positiv wirken und sehr vielfĂ€ltig angewendet werden können. Sie beeinflussen das Hautmilieu des Hundes positiv und neutralisieren GerĂŒche. Sie verĂ€ndern somit ebenfalls den typischen Geruch, der auf Zecken anziehend wirkt.

 

  • Ätherische Öle sind flĂŒchtige Substanzen, d.h. sie verdunsten recht schnell und mĂŒssen hĂ€ufiger angewendet werden. Also, vor jedem Wald- und Wiesenspaziergang. Bei der Anwendung ist zu beachten, dass diese nicht in die Augen kommen dĂŒrfen, da sie reizend auf die Bindehaut wirken. Besser immer verdĂŒnnt anwenden, bzw. auf geeignete Fertigmischungen zurĂŒckgreifen. Beispielsweise: Schwarzapfel Zeckenöl mit Lavendel oder Floh- und Zeckenschutzspray verhindern, dass sich Zecken an der Haut festsetzen. Ein sehr vielversprechende Wirkstoff, gegen Zecken ist Geraniol. Das Ă€therische Öl ist hĂ€ufiger Bestandteil vieler Pflanzen und KrĂ€uter. Hohe Konzentrationen von Geraniol finden sich u.a. in folgenden KrĂ€utern bzw. Pflanzen: Rose, Currykraut, Koriander, Lavendel, Lorbeer, Thymian, Zitronenmelisse

 

Zeckenschlinge, natĂŒrliche Abwehr, Öle und mehr finden sie hier

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