- Die aktuelle Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
- Wann erhöhen sich die Tierarztkosten?
- Haben Tierärzte gleiche Preise?
- Wie viel kostet ein normaler Tierarztbesuch?
- Warum sind Tierarztkosten so hoch?
- Lohnt sich eine OP Versicherung?
- Vorsorge ist besser als Nachsorge
- Ist eine Krankenversicherung sinnvoll?
- Was ist die GOT?
- Tierklinik oder Tierarzt?
- Was tun, wenn man kein Geld für den Tierarztbesuch hat?
- Kann man bei jedem Tierarzt auf Rechnung bezahlen?
Die aktuelle Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)
Am 22. November 2022 trat die bislang umfassendste Reform der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) in Kraft – die erste große Änderung seit zwanzig Jahren. Diese GOT gilt bis heute unverändert weiter: Die Kosten für den Tierarzt sollten damals steigen, um den tierärztlichen Beruf akademisch attraktiv zu halten und die gestiegenen Praxiskosten abzudecken. Für Tierhalter mit knapperem Budget kann das eine echte finanzielle Belastung bedeuten.
Wann erhöhen sich die Tierarztkosten?
Bei einem Tierarztbesuch werden die Leistungen für Hunde nach dem einfachen bis dreifachen Satz abgerechnet. Mit der GOT-Reform 2022 wurden auch neue Behandlungen aufgenommen, die einen größeren apparativen Aufwand erfordern – zum Beispiel moderne Bildgebungsverfahren wie Magnetresonanztomografie, Computertomografie oder Ultraschall.
Hinweis 2026: Eine weitere Novelle der GOT wird in Fachkreisen diskutiert und wissenschaftlich evaluiert. Eine konkrete neue Preisstruktur steht bislang aber nicht fest – aktuell gilt weiterhin die Fassung von 2022 (mit einer kleineren Anpassung im März 2023).
Haben Tierärzte gleiche Preise?

In der GOT sind keine Fixpreise vorgeschrieben. Für die Verrechnung kann der 1-fache, 2-fache oder 3-fache Satz angewendet werden. Die Preise hängen von der Ausstattung der Tierarztpraxis und ihrer Lage ab: In größeren Städten wird meist mehr verrechnet als in ländlichen Gebieten.
Auch der Zeitaufwand für die Behandlung beeinflusst die Höhe des Honorars. Vor allem im Notdienst musst du mit einer höheren Gebühr rechnen – hier kommt zusätzlich eine Pauschale von 50 Euro netto hinzu.
Die Übergänge zwischen den verschiedenen Sätzen sind fließend.
Wie viel kostet ein normaler Tierarztbesuch?
Für eine reine Beratung ohne Untersuchung zahlst du beim einfachen Satz aktuell durchschnittlich 11,26 Euro.
Für eine allgemeine Untersuchung mit Beratung bei Hund, Katze oder Frettchen liegen die Kosten beim einfachen Satz bei rund 23,62 Euro (2-fach ca. 47,24 Euro, 3-fach ca. 70,86 Euro, jeweils netto).
Ist der Hund krank, kommen für spezielle Untersuchungen wie Blutabnahmen sowie für Injektionen und Medikamente weitere Kosten hinzu.
Die Kosten für eine Untersuchung mit Beratung sind durch die GOT-Reform 2022 um fast 43 Prozent gestiegen.
Warum sind Tierarztkosten so hoch?
Viele Tierbesitzer unterschätzen, was ein Tierarztbesuch tatsächlich kostet. Sind für Untersuchung und Behandlung zusätzliche Helfer nötig, muss der Tierarzt diesen Aufwand in die Gesamtkosten einkalkulieren.
Die Gebührenordnung wurde zwanzig Jahre lang kaum verändert. In dieser Zeit sind die Kosten für Medikamente, medizinische Geräte, Personal, Energie und Miete stark gestiegen.
Auch in der Tiermedizin gab es viele wissenschaftliche Fortschritte: Die Anschaffung neuer Geräte für bildgebende Verfahren und die hohen Kosten bestimmter Medikamente, etwa für Chemotherapien, fließen ebenfalls in die Preisgestaltung ein.
Lohnt sich eine OP Versicherung?
Gerade bei Operationen fallen schnell hohe Kosten an. Die einfache Kastration eines Rüden kostet nach der GOT durchschnittlich 70,60 Euro, die Kastration (Ovariohysterektomie) einer Hündin 128,27 Euro. Dazu kommen tierärztliche Kosten für Narkose, Medikamente und Nachbehandlung.
Noch teurer wird es bei aufwändigeren Operationen, etwa wenn eine stationäre Aufnahme für die Intensivpflege nötig ist. Die Kosten können dann schnell eine Höhe erreichen, die das Haushaltsbudget spürbar belastet.
Eine OP-Versicherung gibt dir in solchen Fällen finanzielle Sicherheit. Für Hunde kannst du meist zwischen mehreren Tarifen wählen – der günstigste beginnt bei knapp über acht Euro monatlich. Bei sehr günstigen Tarifen ist die Leistungshöhe allerdings begrenzt, sodass bei aufwändigen Operationen ein hoher Selbstbehalt anfallen kann. Kastrationskosten übernimmt eine OP-Versicherung in der Regel nur bei bestimmten medizinischen Indikationen, etwa einer eitrigen Gebärmutterentzündung.
Vorsorge ist besser als Nachsorge
Diesen Spruch kennst du sicherlich. Aber gerade bei Hunden rückt die richtige Ernährung oft etwas in den Hintergrund – dabei ist sie der Grundbaustein für ein gesundes und langes Hundeleben. Je weniger unnötige Zusätze im Hundefutter sind und je besser die Qualität des Fleisches ist, umso mehr schützt du deinen Hund vor Allergien und Unverträglichkeiten. Dabei ist es gar nicht schwierig zu erkennen, was im Futter enthalten ist: In der Deklaration erfährst du die Inhaltsstoffe. Wir klären dich auf, und du wirst staunen, was so im Futter drin ist – oder eher nicht! >Lese hier<
Wenn du unsicher bist, ob die Fütterung wirklich zu deinem Hund passt, unterstütze ich dich gern in einem kostenlosen Erstgespräch.
Ist eine Krankenversicherung sinnvoll?
Zusätzlich zur OP-Versicherung kannst du auch eine Krankenversicherung abschließen. Die Höhe des Tarifs hängt vom Alter, der Rasse und dem Gesundheitszustand deines Hundes bei Vertragsabschluss ab.
Wird ein Hund häufig krank, kann das Versicherungsunternehmen den Vertrag jederzeit einseitig kündigen. Ist der Hund zu diesem Zeitpunkt bereits ein Senior, ist der Abschluss einer neuen Versicherung meist nicht mehr möglich.
Da sich Leistungen und Tarife stark unterscheiden, solltest du vor Vertragsabschluss immer verschiedene Versicherungen vergleichen.
Was ist die GOT?
Die GOT ist die Gebührenordnung für Tierärzte. Sie wird nach Vorlage durch das Bundeskabinett vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beschlossen und vom Bundesrat bestätigt.
In der GOT sind drei Sätze für die Kosten tierärztlicher Behandlungen festgelegt. Aus den einzelnen Punkten berechnet der Tierarzt das Honorar für den Besuch.
Da die GOT keine Fixpreise enthält, unterscheiden sich die Preise zwischen einzelnen Tierarztpraxen. Ein Vergleich kann sich durchaus lohnen.
Tierklinik oder Tierarzt?

Ob du mit deinem Hund eine Tierklinik aufsuchen musst oder ein Tierarztbesuch in einer Praxis reicht, hängt vom Gesundheitsproblem ab. Kliniken sind meist teurer, da dort mehr medizinische Geräte für aufwändige Untersuchungen zur Verfügung stehen und auch komplizierte Operationen durchgeführt werden.
Für Beratungen oder Impfungen reicht der Besuch bei einem Tierarzt völlig aus.
Was tun, wenn man kein Geld für den Tierarztbesuch hat?
Bei einigen Tierärzten kannst du die anfallenden Kosten in Raten bezahlen. Eventuell lässt sich der Betrag auch durch Arbeitsleistungen ausgleichen.
Mobile Tierärzte bieten teilweise Hilfe für Sozialleistungsempfänger an – hier ist oft nur ein kleiner Betrag fällig.
Kann man bei jedem Tierarzt auf Rechnung bezahlen?
Stammkunden können meistens auf Rechnung bezahlen. Oft sind auch Zahlungen mit Kredit- oder EC-Karte möglich. Die Art der Bezahlung solltest du vor der Behandlung mit dem Tierarzt klären.
Die beste Vorsorge gegen teure Tierarztbesuche ist eine naturgesunde Ernährung!

