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Scheinträchtigkeit

Scheinträchtigkeit und Scheinschwangerschaft bei Hündin

Scheinträchtigkeit kommt bei Hündinnen häufig vor. Wieso ist das so? Lies hier alles Wissenswerte zur Scheinschwangerschaft bei Hunden.

Von Natur aus werden Hündinnen nach ihrer Läufigkeit meist scheinschwanger. Oft bemerken die Halter es aber noch nicht einmal, da die üblichen Anzeichen sehr schwach ausgeprägt sind. Das soll so!

Denn in einem Wildrudel bekommt immer nur eine Alpha-Hündin, also die Leithündin, Welpen. Gleichzeitig werden aber die anderen Hündinnen mit Scheinträchtig. Sie entwickeln durch die hormonellen Veränderungen ebenfalls „Muttergefühle“. Das geht bis hin zu Milchproduktion. So ist in der Natur sichergestellt, dass sie als Ammen fungieren können, falls die Alpha-Hündin, aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage ist, ihre Welpen alleine zu versorgen.

Was in freier Wildbahn durchaus Sinn ergibt, um den Fortbestand des Nachwuchses sicherzustellen, kann zu Hause zu einem echten Problem werden. Eine scheinträchtige Hündin leidet je nach Ausprägung der Scheinschwangerschaft.

Individuell unterschiedlich, lassen sich sowohl körperliche als auch psychische Veränderungen feststellen.

Ein bis zweimal im Jahr wird eine Hündin läufig. Im Anschluss daran kann sie „eingebildet“ schwanger sein. Ungefähr 8–9 Wochen später, also zu dem Zeitpunkt wo eine gedeckte Hündin ihre Welpen bekäme, stellt man oft massive Veränderungen im Wesen seiner Hündin fest. Dann weiß man: Sie ist Scheinträchtig!

Veränderungen der Hündin in der Scheinträchtigkeit

  • manche Hündinnen werden anhänglicher und verschmuster
  • andere eher aggressiver oder teilnahmsloser, fast schon depressiv
  • einige neigen dazu ihr Spielzeug als „Welpen“ anzusehen und bauen ein Nest
  • unter Umständen jammern sie auch etwas
  • der Appetit kann eingeschränkt sein bis hin zur totalen Futterverweigerung
  • es kann zu deutlichem Milcheinschuss kommen, u.U. mit geschwollener, schmerzhafter Milchleiste
  • Austritt von Milch aus dem Gesäuge

Die Gefahren der Scheinträchtigkeit

Mal abgesehen davon, dass die Hündin sich in ihrer Haut überhaupt nicht wohlfühlt, kann die Scheinträchtigkeit auch Gefahren und Risiken für die Hündin und ihr Umfeld mit sich bringen. Reagiert eine Hündin beispielsweise mit gesteigerter Aggression, ist es nicht auszuschließen, dass es auch mal zu einem Beißvorfall kommen könnte. Vor allem dann, wenn im Haushalt auch kleine Kinder leben, ist besondere Vorsicht und Umsicht geboten.

Ein massiver Milcheinschuss, ohne dass sie Abnehmer für diese Milch findet, ist für die Hündin nicht nur schmerzhaft, sondern birgt auch die Gefahr eine Entzündung der Milchleiste. Ist die Scheinträchtigkeit immer mit Milcheinschuss verbunden, steigt darüber hinaus auch die Gefahr einer Krebserkrankung, des Gesäuges. Aber noch lange nicht jede Hündin wird scheinträchtig und auch nicht jede Scheinschwangerschaft, bei der einzelnen Hündin, ist immer gleich stark ausgeprägt.

Wie kann ich meine Hündin unterstützen?

Am besten räumt man schon gegen Ende der Läufigkeit ihr gesamtes Spielzeug vorübergehend weg. Je weniger Spielzeug die Hündin als „Welpen“ umfunktionieren kann, umso besser. Mehr Beschäftigung und Ablenkung tun der Hündin jetzt gut. Es kann ratsam sein, während dieser Zeit ihr Futter zu reduzieren. Steht weniger Futter zur Verfügung, können weniger Nährstoffe in die Produktion von Hormone und die Milchbildung gesteckt werden.

Ein „Geheimtipp“ unter Züchtern ist es, am besten schon zu Beginn der Läufigkeit, falls die Hündin nicht gedeckt wurde, diese BIO-Kräuter unter ihr Futter zu mischen. Sie verhindern in der Regel, dass es zu einer Scheinträchtigkeit kommt.

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Während der Scheinträchtigkeit die Hündin bitte nicht am Bauch kraulen oder streicheln. Leckt die Hündin ihr Gesäuge, sollte man dieses nach Möglichkeit auch unterbinden. Jeder mechanische Reiz fördert die Milchproduktion. Kühlende Wickel können jedoch hilfreich sein und der Hündin Erleichterung bringen. Hier bieten sich Quarkwickel oder feucht-kalte Wickel mit Retterspitz – äußerlich >> an.

Diese wirken entzündungshemmend und abschwellend. Ist die Scheinträchtigkeit zu belastend oder sichtbarer Milcheinschuss aufgetreten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Er kann mittels eines Medikamentes (Hormonpräparat) schnell Abhilfe schaffen.

Homöopathie bei Scheinträchtigkeit

Eine weitere gute und natürliche Möglichkeit, die Hündin in dieser Zeit, wo ihre Hormone verrückt spielen, zu unterstützen ist die Homöopathie. Nachfolgend findest du die geeigneten Mittel und deren Anwendungsmöglichkeiten:

Pulsatilla D 30 in der Akutphase: dreimal täglich fünf bis zehn Tropfen oder Globuli während sieben Tagen für Hündinnen, deren Gesäuge deutlich vergrößert, aber nicht verhärtet ist, und die besonders liebesbedürftig, anschmiegsam und häuslich sind. Hält die Scheinträchtigkeit an, ist während weiteren zwei Wochen ein Mal täglich eine Dosis zu verabreichen.

Ignatia D 30 für sonst sehr liebe, während der Scheinträchtigkeit aber reizbare oder sogar aggressive Hündinnen, die kaum geschwollene Zitzen und kaum Milchfluss haben: ein Mal täglich fünf bis zehn Tropfen oder Globuli zwei bis drei Wochen lang.

Asa foetida D 4 oder D 6 dreimal täglich fünf bis zehn Tropfen oder Globuli über zwei Wochen hinweg für rastlose, leicht hysterische, ängstliche Hündinnen, die ständig winseln, jaulen und herumlaufen.

Phytolacca D 3 dreimal täglich fünf bis zehn Tropfen oder Globuli ist das Mittel zum Abstillen bei geschwollenem, hartem oder bereits gestautem Milchdrüsengewebe scheinträchtiger Hündinnen. Ist dies der Fall, sollte gleichzeitig unbedingt auch der Tierarzt konsultiert werden.

Quelle: Inge Hansen, «Handbuch der Hundezucht – von der Wurfplanung bis zur Welpenabgabe», mit großem homöopathischem Ratgeber. Verlag Müller Rüschlikon.

FAZIT

Die Scheinträchtigkeit bei Hündinnen kommt nicht selten vor. Sie kann von Mal zu Mal und von Hund zu Hund unterschiedlich verlaufen. Es ist ein normaler physiologischer Ablauf und stellt in der Regel kein Drama dar. Dennoch ist es, sowohl für die Hündin als auch ihr Umfeld, manchmal sehr nervig und belastend. Ist die Scheinschwangerschaft aber häufig sehr ausgeprägt, kann man mit einem Tierarzt über mögliche Konsequenzen wie beispielsweise eine Kastration diskutieren. Die Risiken von ernsthaften Erkrankungen, wie z. B. Entzündungen der Gebärmutter, der Eierstöcke oder auch Krebs steigen mit jeder Scheinträchtigkeit, sagt man. Eine Kastration ist aber ein erheblicher medizinischer Eingriff, der ebenfalls mit Risiken verbunden ist und sollte nicht leichtfertig vorgenommen werden. Überdies ist eine Kastration ohne klare medizinische Indikation bei der gesunden Hündin, lt. Tierschutzgesetz verboten. Es gibt wunderbare Mittel, seine Hündin natürlich zu unterstützen und eine Scheinträchtigkeit zu verhindern. Neben einigen o.g. Verhaltensregeln und gesundem Futter, kann man mit Homöopathie, Biophotonentherapie oder den Zwergnase-BIO-Kräutern seiner Hündin wunderbar durch diese anstrengende Zeit helfen.

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