Kolostrum Wirkung bei Welpen und erwachsenen Hunden
Für Hundewelpen ist Kolostrum – die sogenannte Erstmilch – die erste Nahrung nach der Geburt. Sie enthält nicht nur wichtige Nährstoffe, sondern auch Antikörper der Mutterhündin, die den Welpen schützen, bis sein eigenes Immunsystem einsatzbereit ist.
Die Erstmilch wird in den ersten Tagen nach der Geburt gebildet und enthält größere Mengen an Eiweiß, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen. Ab etwa dem fünften Tag verändert sich ihre Zusammensetzung: Die Muttermilch enthält dann kaum noch Antikörper und dient vor allem der Ernährung und dem Wachstum des Welpen.
Wie kann Kolostrum bei Welpen unterstützen?
Kolostrum enthält Fettsäuren, die die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem unterstützen können, sowie Oligosaccharide, die beim Aufbau einer gesunden Darmflora helfen. Das kann die Umstellung von Milch- auf feste Nahrung erleichtern.
Weil Welpen direkt nach der Geburt noch kein eigenes Immunsystem haben, spielen die in der Erstmilch enthaltenen immunmodulierenden Stoffe eine wichtige Rolle dabei, die körpereigene Abwehr in den ersten Lebenswochen aufzubauen.

Ist Kolostrum auch für erwachsene und ältere Hunde sinnvoll??
Auch ausgewachsene Hunde können von den Inhaltsstoffen der Erstmilch profitieren – auch wenn die Darmwand beim erwachsenen Hund nicht mehr so durchlässig ist wie beim Welpen. Die enthaltenen Antioxidantien helfen dabei, Zellen vor freien Radikalen zu schützen.
Gerade bei älteren oder geschwächten Hunden kann eine Unterstützung des Immunsystems sinnvoll sein. Auch bei einer bereits angegriffenen Darmschleimhaut – etwa durch chronische Entzündungen oder eine Fehlreaktion des Immunsystems – können die enthaltenen Wachstumsfaktoren den Aufbau der Darmbarriere unterstützen.
Bei Hunden, die dauerhaft Medikamente wie Kortison oder Schmerzmittel erhalten, kann Kolostrum eine unterstützende Rolle spielen, da diese Wirkstoffe die Darmschleimhaut belasten können. Wichtig: Kolostrum ersetzt keine tierärztliche Behandlung oder verordnete Medikamente – bei chronischen Erkrankungen, Diabetes oder anderen ernsthaften Diagnosen entscheidet dein Tierarzt oder deine Tierärztin über die passende Therapie. Kolostrum kann hier bestenfalls begleitend eingesetzt werden, nie als Ersatz.
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Kolostrum als Nahrungsergänzung
Für die Herstellung wird ausschließlich der Kolostrum-Überschuss von Kühen verwendet, der in den ersten 48 Stunden nach der Geburt anfällt und von den Kälbern nicht benötigt wird. Da pro Kuh nur geringe Mengen anfallen, kann es sein, dass Kolostrum-Produkte zeitweise nicht verfügbar sind.
So dosierst du Kolostrum richtig
Kolostrum gibt es in unterschiedlichen Formen – am einfachsten lässt es sich als Pulver individuell an Größe und Gewicht deines Hundes anpassen. Eine gängige Faustregel: pro 10 Kilogramm Körpergewicht etwa 3 Gramm Pulver täglich unter das Futter mischen, das entspricht ungefähr einem gestrichenen Teelöffel.
Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung: Hochwertiges Kolostrum-Pulver stammt aus dem ersten Melken nach der Geburt und hat einen hohen Anteil an Immunglobulinen – den Antikörpern, die für die immununterstützende Wirkung verantwortlich sind.Wir empfehlen dafür gerne das Kolostrum-Pulver von ANIfit, unserem bevorzugten Futterpartner Als grobe Orientierung: Ein Proteingehalt von rund 45 %, davon ein großer Teil Immunglobuline, spricht für ein hochwertiges Produkt. Da Kolostrum ein Naturprodukt ist, können die genauen Analysewerte von Charge zu Charge leicht schwanken.
Wie lange du Kolostrum gibst, hängt vom Anlass ab: kurweise zur Unterstützung in einer bestimmten Lebensphase – etwa in der Welpenzeit oder nach einer Erkrankung – oder dauerhaft als Nahrungsergänzung. Im Zweifel sprichst du das am besten mit uns oder deinem Tierarzt ab.
Gibt es Nebenwirkungen?
Kolostrum gilt allgemein als gut verträglich. Wie bei jedem neuen Futterzusatz kann es bei empfindlichen Hunden anfangs zu leichten Verdauungsreaktionen kommen, wenn zu viel oder zu schnell dosiert wird – deshalb empfiehlt es sich, langsam einzuschleichen und die Menge an Größe und Verträglichkeit deines Hundes anzupassen. Bei bestehenden Erkrankungen oder wenn dein Hund bereits Medikamente bekommt, sprich vorher mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin.

