Zuletzt aktualisiert am 2. September 2026
Eine Wurmkur beim Hund wird oft ganz selbstverständlich in festen Abständen empfohlen – dabei sollte zuerst die Frage stehen, ob überhaupt ein Wurmbefall vorliegt.
Würmer gehören zu den Parasiten, mit denen Hunde im Alltag immer wieder in Kontakt kommen können.
Trotzdem halte ich wenig davon, einen Hund einfach regelmäßig vorsorglich zu entwurmen, ohne zu wissen, ob überhaupt ein Befall vorliegt.
Denn eine Wurmkur schützt nicht wie eine Impfung vor einer zukünftigen Infektion.
Sie wirkt gegen vorhandene Parasiten beziehungsweise bestimmte Entwicklungsstadien – und schon kurze Zeit später kann sich der Hund erneut anstecken.
Inhaltsverzeichnis
Meine Haltung ist deshalb klar: Medikamente, wenn sie nötig sind – aber nicht routinemäßig auf Verdacht.
Wo immer es sinnvoll und zuverlässig möglich ist, bevorzuge ich regelmäßige Kotuntersuchungen und behandle erst dann, wenn tatsächlich ein Befund vorliegt.
Es gibt allerdings Ausnahmen, bei denen eine Kotuntersuchung nicht zuverlässig genug ist – insbesondere bei bestimmten Bandwurmrisiken. Dann kann eine regelmäßige gezielte Entwurmung sinnvoller sein.
Viele Fachleute, wie auch Tierarzt Dr. Dirk Schrader stehen der prophylaktischen Entwurmung sehr kritisch gegenüber.
Was bedeutet eine Wurmkur eigentlich?
Eine Wurmkur ist ein Entwurmungsmittel, medizinisch auch Anthelminthikum genannt.
Ein Anthelminthikum wirkt gegen bestimmte Würmer beziehungsweise Wurmstadien.
Wichtig ist:
Eine Wurmkur ist kein dauerhafter Schutz.
Deshalb finde ich auch den Begriff „prophylaktische Wurmkur“ irreführend.
Prophylaxe bedeutet eigentlich, eine zukünftige Erkrankung oder Infektion zu verhindern.
Genau das leistet eine klassische Wurmkur nicht.
Welche Würmer können Hunde bekommen?
Zu den wichtigsten Wurmarten beim Hund gehören unter anderem:
- Spulwürmer
- Hakenwürmer
- Peitschenwürmer
- Bandwürmer
- Lungenwürmer
- Herzwürmer
Nicht jeder Wurm wird gleich übertragen und nicht jedes Entwurmungsmittel wirkt gegen jede Wurmart.
Deshalb sollte man nicht einfach irgendein Mittel geben, sondern möglichst wissen, welches Risiko beim eigenen Hund besteht beziehungsweise welcher Parasit behandelt werden soll.
Wie steckt sich ein Hund mit Würmern an?
Das hängt von der jeweiligen Wurmart ab.
Mögliche Ansteckungswege sind zum Beispiel:
- Aufnahme von Wurmeiern aus der Umwelt
- Kontakt mit beziehungsweise Aufnahme von Kot
- Fressen von Mäusen oder anderen Beutetieren
- Aufnahme von Aas
- Fressen bestimmter Zwischenwirte
- Aufnahme von Flöhen
- rohes Fleisch oder rohe Innereien
- bei Welpen bereits vor der Geburt oder über die Muttermilch
Genau deshalb hat nicht jeder Hund dasselbe Infektionsrisiko.
Was bedeutet „individuelles Risiko“?
Manchmal liest man den Begriff „risikobasierte Entwurmung“.
Gemeint ist damit:
Es wird nicht pauschal jeder Hund gleich behandelt, sondern man schaut darauf, wie wahrscheinlich es bei diesem konkreten Hund ist, dass er sich mit Würmern infiziert.
Dabei spielen zum Beispiel folgende Fragen eine Rolle:
- Ist der Hund viel frei unterwegs?
- Läuft er unbeaufsichtigt?
- Jagd er Mäuse oder andere Beutetiere?
- Frisst er Aas?
- Nimmt er Kot auf?
- Frisst er Schnecken?
- Bekommt er rohes Fleisch oder rohe Innereien?
- Hat er viel Kontakt zu anderen Hunden?
- Handelt es sich um einen Welpen?
- Reist er ins Ausland?
- Leben kleine Kinder oder immungeschwächte Menschen im Haushalt?
Je mehr dieser Faktoren zutreffen, desto höher ist in der Regel das Risiko und desto häufiger sollte kontrolliert beziehungsweise in bestimmten Situationen behandelt werden.
Für mich bedeutet das aber nicht:
„Hohes Risiko = automatisch ständig Medikamente.“
Es bedeutet zunächst:
Je höher das Risiko, desto engmaschiger sollte ich hinschauen.
Wie erkennt man einen Wurmbefall?
Viele Hunde zeigen lange Zeit keine eindeutigen Symptome.
Mögliche Hinweise können sein:
- Gewichtsverlust
- weicher Kot oder Durchfall
- Erbrechen
- stumpfes Fell
- aufgeblähter Bauch, besonders bei Welpen
- Juckreiz am After
- sogenanntes „Schlittenfahren“
- Blutarmut bei bestimmten Wurmarten
- Husten oder Atemprobleme bei Lungenwürmern
Aber: Keine Symptome bedeutet nicht automatisch wurmfrei.
Und umgekehrt bedeutet Schlittenfahren nicht automatisch, dass der Hund Würmer hat. Auch volle oder entzündete Analdrüsen können dahinterstecken.
Kotuntersuchung statt Wurmkur?
Bei vielen erwachsenen Hunden ist eine regelmäßige Kotuntersuchung eine gute Möglichkeit, nicht routinemäßig Medikamente zu geben.
Dabei wird der Kot auf Wurmeier beziehungsweise andere Parasitenstadien untersucht.
Der große Vorteil:
Wird etwas gefunden, kann gezielt behandelt werden.
Das entspricht genau meinem Grundsatz:
Erst untersuchen – dann behandeln.
ESCCAP bezeichnet Kotuntersuchungen bei vielen Hunden ausdrücklich als mögliche Alternative zur regelmäßigen Entwurmung.
Dr. SAM WurmCheck Plus
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Warum sammelt man Kot über mehrere Tage?
Wurmeier werden nicht bei jedem Kotabsatz gleichmäßig ausgeschieden.
Deshalb kann eine einzelne Probe negativ sein, obwohl der Hund infiziert ist.
Sinnvoll ist häufig eine Sammelkotprobe von mehreren aufeinanderfolgenden Tagen.
Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, ausgeschiedene Wurmstadien zu erfassen. ESCCAP DEUTSCHLAND
Wie genau gesammelt werden soll, richtet sich nach Labor und Untersuchungsmethode.
Bedeutet eine negative Kotprobe, dass der Hund wurmfrei ist?
Leider nein.
Eine negative Kotuntersuchung bedeutet nur:
In dieser Probe wurden keine nachweisbaren Wurmstadien gefunden.
Ein Befall kann trotzdem bestehen.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Würmer scheiden Eier nicht kontinuierlich aus
- der Befall ist noch zu jung
- die Parasiten produzieren noch keine nachweisbaren Stadien
- manche Wurmarten lassen sich im Kot schlechter nachweisen
- besonders Bandwurmelemente können ungleichmäßig im Kot verteilt sein
Deshalb sollte man einen negativen Befund immer im Zusammenhang mit dem individuellen Risiko betrachten. ESCCAP DEUTSCHLAND
Warum sind Bandwürmer eine Ausnahme?
Gerade bei Bandwürmern hat die Kotuntersuchung Grenzen.
Ihre Bestandteile beziehungsweise Eier werden nicht immer gleichmäßig ausgeschieden.
Dadurch kann der Kot negativ getestet werden, obwohl ein Befall vorhanden ist.
Bei Hunden mit deutlich erhöhtem Bandwurmrisiko – zum Beispiel Hunden, die regelmäßig Mäuse oder andere Beutetiere fressen – kann deshalb eine regelmäßige gezielte Entwurmung sinnvoller sein als alleinige Kotuntersuchungen. ESCCAP DEUTSCHLAND
Das ist für mich einer der Punkte, an denen nicht die persönliche Vorliebe, sondern das tatsächliche Infektionsrisiko entscheiden sollte.
Wie oft sollte der Kot untersucht werden?
Das hängt davon ab, wie hoch das Risiko des Hundes ist.
ESCCAP nennt bei durchschnittlichem Infektionsrisiko als Faustregel etwa vier Kontrollen beziehungsweise Entwurmungen pro Jahr.
Bei geringerem Risiko können längere Abstände ausreichen, bei höherem Risiko deutlich häufigere Kontrollen notwendig sein.
Ich würde daraus aber nicht ableiten:
„Jeder Hund braucht vier Wurmkuren im Jahr.“
Bei Hunden, bei denen Kotuntersuchungen eine sinnvolle Alternative sind, kann stattdessen beispielsweise vierteljährlich Kot untersucht und nur bei positivem Befund behandelt werden.
Wann können häufigere Kontrollen sinnvoll sein?
Engmaschiger sollte man hinschauen, wenn ein Hund beispielsweise:
- unbeaufsichtigt frei läuft
- regelmäßig jagt
- Mäuse oder andere Beutetiere frisst
- Aas aufnimmt
- Kot frisst
- roh gefüttert wird
- häufig ins Ausland reist
- engen Kontakt zu besonders gefährdeten Personen hat
ESCCAP berücksichtigt genau solche Faktoren bei der Einschätzung des individuellen Risikos.
Muss man bei hohem Risiko automatisch regelmäßig entwurmen?
Nicht in jedem Fall.
Bei vielen Wurmarten kann auch bei erhöhtem Risiko häufig untersucht werden.
Es gibt aber Situationen, in denen eine strategische Entwurmung sinnvoller sein kann, zum Beispiel:
- hohes Bandwurmrisiko
- regelmäßiges Fressen von Mäusen oder Aas
- bestimmte Rohfütterungssituationen
- enger Kontakt zu kleinen Kindern oder immungeschwächten Menschen
- sehr hohe Infektionswahrscheinlichkeit
Das ist der Punkt, an dem für mich gilt:
So wenig Medikamente wie möglich – aber so viel wie tatsächlich nötig.
Denn ein unbehandelter Wurmbefall ist natürlich ebenfalls keine sinnvolle Alternative.
Was gilt bei BARF und Rohfütterung?
Rohfütterung kann das Risiko für bestimmte Wurmarten erhöhen.
Besonders relevant ist rohes Fleisch beziehungsweise sind rohe Innereien, wenn möglicherweise infektiöse Parasitenstadien enthalten sind.
Das bedeutet nicht:
„BARF verursacht Würmer.“
Es bedeutet:
Die Fütterungsform kann das Infektionsrisiko verändern.
Dieses Risiko hängt unter anderem davon ab:
- welche Tierart verfüttert wird
- welche Gewebe verfüttert werden
- aus welcher Quelle das Fleisch stammt
- ob es ausreichend erhitzt oder tiefgefroren wurde
ESCCAP empfiehlt bei nicht ausreichend behandeltem Rohfleisch beziehungsweise rohen Innereien je nach Situation häufigere Maßnahmen gegen Bandwürmer. ESCCAP DEUTSCHLAND
Was bedeutet Präpatenzzeit?
Die Präpatenzzeit ist die Zeit zwischen:
Infektion des Hundes
und
dem Zeitpunkt, an dem der erwachsene Parasit selbst Eier oder andere Entwicklungsstadien ausscheidet.
Diese Zeit ist je nach Wurmart unterschiedlich.
Deshalb ist eine pauschale Aussage wie:
„Nach 60 Tagen findet man Würmer im Kot.“
nicht richtig.
Je nach Parasitenart kann die Zeit deutlich kürzer oder länger sein.
Das erklärt auch, warum ein Hund bereits infiziert sein kann, obwohl in der Kotprobe noch keine Eier gefunden werden.
Ist eine Wurmkur harmlos?
Eine Wurmkur ist ein Medikament.
Und Medikamente können Nebenwirkungen haben.
Je nach Wirkstoff können beispielsweise auftreten:
- Erbrechen
- Durchfall
- Appetitveränderungen
- Müdigkeit
- andere individuelle Reaktionen
Das bedeutet nicht, dass Entwurmungsmittel grundsätzlich gefährlich sind.
Es bedeutet für mich aber genauso wenig, dass man Medikamente völlig gedankenlos geben sollte.
Meine Haltung ist deshalb:
Wenn eine Behandlung notwendig ist, wird behandelt. Wenn sie nicht notwendig ist, sehe ich keinen Grund, ein Medikament allein aus Gewohnheit zu geben.
Schädigt eine Wurmkur die Darmflora?
Entwurmungsmittel sind keine Antibiotika.
Sie wirken primär gegen Parasiten und nicht gezielt gegen die Darmbakterien.
Trotzdem können Medikamente, Parasitenbefall und Veränderungen im Darmmilieu Einfluss auf Verdauung und Mikrobiom haben.
Die pauschale Aussage:
„Jede Wurmkur zerstört die Darmflora“
ist aber nicht belegt.
Eine routinemäßige „Darmsanierung“ nach jeder Wurmkur halte ich deshalb ebenfalls nicht für notwendig.
Wenn ein Hund nach einer Behandlung Verdauungsprobleme entwickelt, sollte man individuell schauen, was er tatsächlich braucht.
Werden Würmer resistent gegen Wurmmittel?
Resistenzen gegen Anthelminthika gibt es.
Das bedeutet:
Bestimmte Parasiten reagieren zunehmend schlechter oder gar nicht mehr auf Wirkstoffe, die ursprünglich wirksam waren.
Aus der Nutztiermedizin ist dieses Problem schon lange bekannt.
Auch deshalb halte ich einen gezielten Einsatz von Medikamenten grundsätzlich für sinnvoller als eine unnötige Anwendung ohne konkreten Anlass.
Muss immer ein Breitbandmittel gegeben werden?
Nein.
Wenn bekannt ist, welche Wurmart vorliegt, kann möglichst gezielt behandelt werden.
Ein Breitbandmittel kann sinnvoll sein, wenn:
- mehrere Wurmarten möglich sind
- der Befund mehrere Parasiten umfasst
- das Risiko nicht eindeutig einzugrenzen ist
Aber auch hier gilt:
Nicht mehr Wirkstoff als nötig – sondern passend zum Befund.
Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.
(Charles Darwin)
Was ist mit „natürlichen Wurmkuren“?
Hier ist mir eine klare Trennung wichtig.
Es gibt zahlreiche Produkte und Hausmittel mit beispielsweise:
- Kräutern
- Kokos
- Kürbiskernen
- bestimmten Pflanzenmischungen
- Möhren
- sogenannten Wurmkräutern
Wir persönlich haben damit seit vielen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Zur Sicherheit lassen wir aber zusätzlich immer den Kot unserer Hunde regelmäßig 1/4 jährlich untersuchen.
cd Protect forte+
cdProtect Dog forte+ wurde für den speziellen Ernährungsbedarf entwickelt, der im Zusammenhang mit Wurmbesatz entsteht. Der Mangel an Kräuterinhaltstoffen, wie Saponine, Bitterstoffe und Gerbstoffe, kann bei unseren Haustieren zu einer Anfälligkeit für überhöhten Wurmbesatz führen. Im Gegensatz zu ihren in der Wildnis lebenden Artgenossen haben sie oftmals nicht die Möglichkeit, die genannten Stoffe durch Pflanzen und Kräuter aufzunehmen. Doch gerade diese Stoffe tragen bei ihren wilden Verwandten dazu bei, einen übermäßigen, krankhaften Wurmbesatz durch gesunde Ernährung zu vermeiden. Um seltener einen Grund für chemische Wurmkuren zu haben, sollte daher der Darm des Tieres mit entsprechenden Kräutern, die in cdProtect Dog forte+ enthalten sind, unterstützt werden.

Aber: Ein bestätigter Wurmbefall sollte nicht ausschließlich mit solchen Mitteln behandelt werden, wenn deren Wirksamkeit gegen den betreffenden Parasiten nicht zuverlässig belegt ist.
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Naturheilkundliche Maßnahmen haben begleitend ihren Platz. Sie ersetzen aber keine notwendige wirksame Behandlung.
Kann ein gesunder Darm Würmer verhindern?
Ein gesundes Darmmilieu ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und die Abwehr.
Aber: Auch ein Hund mit guter Darmgesundheit kann sich mal mit Würmern infizieren. Darmgesundheit ersetzt deshalb keine Parasitenkontrolle.
Heimtests und Labor-Kotsets
Kotproben können:
- beim Tierarzt
- in spezialisierten Laboren
- über entsprechende Testkits
untersucht werden.
Wichtig ist dabei nicht nur der Anbieter, sondern vor allem:
- welche Parasiten untersucht werden
- welche Untersuchungsmethode verwendet wird
- ob Sammelkot verlangt wird
- wie zuverlässig der jeweilige Parasit nachweisbar ist
Nicht jedes Testset untersucht automatisch alle relevanten Parasiten. Achte bitte bei der Auswahl des Testkits darauf, auf welche Parasiten getestet wird.
Giardien sind keine Würmer
Das wird oft miteinander verwechselt. Giardien sind keine Würmer, sondern einzellige Darmparasiten.
Sie müssen deshalb anders diagnostiziert und behandelt werden.
Ein Testangebot kann zwar Würmer und Giardien gemeinsam untersuchen, biologisch handelt es sich aber um unterschiedliche Parasiten.
👉 Mehr dazu findest du in unserem Beitrag „Giardien beim Hund“.

Können Würmer auf Menschen übertragen werden?
Ja, einige Wurmarten des Hundes können auch für Menschen relevant sein.
Solche Erkrankungen nennt man Zoonosen.
Besondere Vorsicht ist sinnvoll bei:
- kleinen Kindern
- älteren Menschen
- immungeschwächten Personen
Das bedeutet aber nicht, dass ein Hund grundsätzlich eine Gefahr für seine Familie darstellt.
Sinnvoll sind:
- Kot zeitnah aufsammeln
- Hände nach Kotkontakt waschen
- Kinder nicht mit Hundekot spielen lassen
- Flohbefall behandeln
- Risiko des Hundes regelmäßig beurteilen
Hygiene hilft – sterile Lebensbedingungen braucht niemand
Normale Alltagshygiene reicht in den meisten Haushalten völlig aus.
Sinnvoll ist:
- Hundekot entfernen
- Hände waschen
- Liegeplätze regelmäßig reinigen
- Flohbefall konsequent behandeln
- Aas- und Kotfressen möglichst verhindern
Ein Hund muss deshalb nicht aus dem Bett oder vom Sofa verbannt werden.
Was ist für mich die sinnvollste Strategie?
Bei einem erwachsenen Hund lautet mein Grundsatz:
Nicht routinemäßig entwurmen, sondern regelmäßig kontrollieren und gezielt behandeln.
Das funktioniert besonders gut bei Hunden, bei denen Kotuntersuchungen eine ausreichend zuverlässige Alternative darstellen.
Bei durchschnittlichem Risiko kann beispielsweise eine vierteljährliche Sammelkotuntersuchung eine sinnvolle Orientierung sein. Bei höherem Risiko werden die Abstände entsprechend kürzer.
Bei bestimmten Situationen – insbesondere hohem Bandwurmrisiko – reicht dieses Vorgehen möglicherweise nicht aus.
Dann kann eine regelmäßige medikamentöse Behandlung trotz meiner grundsätzlich zurückhaltenden Haltung die sinnvollere Lösung sein.
Denn zurückhaltender Medikamenteneinsatz bedeutet für mich nicht: „Medikamente um jeden Preis vermeiden.“
Sondern: Nur einsetzen, wenn ihr Nutzen den Einsatz wirklich rechtfertigt.
Unser Fazit
Eine Wurmkur ist weder etwas, vor dem man grundsätzlich Angst haben muss, noch etwas, das jeder Hund einfach routinemäßig alle paar Monate bekommen sollte.
Eine Wurmkur ist ein Medikament gegen vorhandene Parasiten. Sie schützt nicht dauerhaft vor einer neuen Infektion.
Deshalb bevorzuge ich bei erwachsenen Hunden, wo immer es sinnvoll möglich ist: regelmäßig untersuchen – gezielt behandeln.
Dabei müssen allerdings immer berücksichtigt werden:
- Alter des Hundes
- Haltung
- Jagdverhalten
- Kot- und Aasfressen
- Rohfütterung
- Reiseverhalten
- Bandwurmrisiko
- Menschen im Haushalt
Und genau deshalb gibt es nicht den einen Entwurmungsplan für jeden Hund.
So viel Medikament wie nötig – so wenig wie möglich.
Du hast Fragen zur Wurmprophylaxe für deine Fellnase? Dann vereinbare gerne ein kostenfreies Beratungsgespräch mit mir. Ich helfe dir sehr gerne .
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Wichtiger Hinweis
Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Wenn dein Hund Beschwerden hat, die anhalten, schlimmer werden oder dir Sorgen machen, lass ihn bitte tierärztlich abklären.
