Erfahrungen & Bewertungen zu Antje Schnitzler

Wie gesund ist Obst und Gemüse für Hunde?

Das Futter eines Hundes sollte zum Großteil aus tierischen Proteinen bestehen. Dennoch um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, sollten neben hochwertigem Eiweiß auch in geringem Maße Obst, Gemüse, sowie andere Kohlenhydrate auf seinem Speiseplan stehen.

Experten-Rat: Obst und Gemüse sollten möglichst gegart oder fein püriert verfüttert werden. Es ist bekömmlicher für den Hund und die Inhaltsstoffe  können vom Darm besser aufgenommen werden. Denn, natürlicherweise werden Pflanzenstoffe hauptsächlich über den Magen-Darm Inhalt von Beutetieren aufgenommen und sind dann schon vorverdaut.

Gesundes Gemüse für Hunde

 

Gurke

Gurken enthalten viel Wasser und die Vitamine B, C und E. Sie können ohne Bedenken an Hunde verfüttert werden. Ohne Schale sind Gurken eine prima Schonkost. Achtung: Gurken aus dem eigenen Garten können allerdings giftige Bitterstoffe ( Cucurbitacine) enthalten. Bei den im Handel befindlichen wurden diese weggezüchtet. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie besonders gut für Hunde die wenig trinken.

MöhrenSpezialfutter Schonkost Morosche Möhrensuppe

Möhren oder auch Karotten genannt, sind besonders nährstoffreich und damit sehr gesund für Hunde.

Karotten enthalten viel Karotin, Vitamin A, B, C und E sowie Kalium, Calcium, Eisen, Zink, Magnesium und Phosphor. 

Sie können schon an Welpen gefüttert werden und stärken mit ihrer antibakteriellen Wirkung das Immunsystem. Die in Karotten enthaltenen Pektine schützen den Magen-Darm-Trakt. 

Wahre Wunderwirkung wird der Moro’sche Möhrensuppe nachgesagt.

Möhren helfen sowohl bei Durchfall als auch bei anderen Verdauungs- problemen und sind gut für die Augen, das Fell und die Haut deines Vierbeiners. 

Ihnen wird außerdem eine vorbeugende Wirkung gegen Parasitenbefall zugesprochen. Durch die enthaltenen ätherischen Öle sollen Darmparasiten und ihre Larven gelähmt werden und können dann mit dem  Kot ausgeschieden werden.

Übrigens, wie Möhren haben auch Pastinaken eine antibakterielle Wirkung, enthalten gesunde Vitamine und Mineralstoffe für Hunde und unterstützen die Verdauung.

Blumenkohl

Blumenkohl enthält neben Vitamin C, Kalium, Calcium und Phosphor. Die Mineralstoffe können sich positiv auf den Stoffwechsel auswirken. 

Brokkoli

Brokkoli ist reich an Vitamin A und C, Kalium, Carotin, Calcium und Magnesium und kann sich positiv auf das Immunsystem, das Herz und den Hormonstoffwechsel auswirken. 

Rosenkohl

Wie die beiden Vorgänger,  ist auch der Rosenkohl ein guter Vitaminlieferant und enthält Mangan, Folsäure und Bitterstoffe, die sich positiv auf Leber und Galle auswirken können. 

Kohlrabi

Kohlrabi enthält Vitamin C, Eisen, Calcium, Kalium, Magnesium und Folsäure. Diese Inhaltsstoffe stärken unter anderem das Immunsystem, das Nervensystem und sind gut für Gelenke und Knochen.

Achtung: Da alle Kohlsorten eine blähende Wirkung haben, sollten diese nur in kleinen Mengen verfüttert werden. Eine Messerspitze Natron zum Kochwasser hinzugefügt, kann die blähende Wirkung von Kohl mindern.

Fenchel

Hunde mögen den Geschmack von Fenchel oft nicht. Allerdings stellt er eine tolle Ergänzung zum normalen Hundefutter dar, denn er enthält Vitamin E und C, Beta-Carotin, Eisen und Magnesium. 

Fenchel ist gut für die Verdauung, kann gegen Bauchschmerzen und Atemprobleme helfen.

Kürbis

Kürbisse sind sehr gesund für Hunde, allerdings sollte man auch hier vorsichtig sein bei Eigenzuchten. Wie bei Gurken, können sich giftige Bitterstoffe entwickeln.

Speisekürbisse sind reich an Vitamin A, C und E, Magnesium, Kalium, und Zink. 

Zucchini

Zucchini gehören zu den Kürbisgewächsen und enthalten viel Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor. Sie sind leicht verdaulich für Hunde.

Die Schale der Zucchini sollte vor der Fütterung entfernt werden. Sie kann Malonsäure enthalten, welche für Hunde giftig ist. 

Auch bei Zucchinis gilt – bitte keine Eigenzucht. Da sich in ihnen, wie bei Kürbis und Gurke, der Giftstoff Cucurbitacin sammeln kann.

Rote Beete

Rote Beete enthalten viel Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium und auch Vitamin B und C. Aber Achtung, Rote beete enthalten auch Oxalsäure die in großen Mengen gesundheitsschädlich ist. 

Das Knollengemüse kann getrocknet oder gekocht verfüttert werden. 

Spargel

Spargel wirkt entwässernd und ist sehr gesund. Er enthält die Vitamine B und E sowie Folsäure, Zink und Eisen. Die harntreibende Wirkung dieses Gemüses sollte nicht unterschätzt werden, weswegen er nicht abends gefüttert werden sollte. Es sei denn, man möchte die Nacht  zum Tag machen.

Weißer Spargel muss geschält und gekocht werden. Grüner Spargel hingegen kann mit Schale und roh gefressen werden. 

Spinat

Spinat ist reich an Beta-Carotin, Magnesium, Kalium und Eisen und fördert das  Herz-Kreislaufsystem. Ebenso stärkt er die Muskeln und Knochen und spendet  Energie. 

Spinat sollte nur in Maßen gefüttert werden, da er Nitrat und Oxalsäure enthält. Besonders viel Nitrat enthalten die Stängel und Blattrippen. 

Er sollte nur frisch zubereitet verfüttert werden, da Nitrat zunehmend in schädliches Nitrit umgewandelt wird. 

Eine gute Alternative ist portionierbarer Tiefkühlspinat ohne “Blubb”. 

 

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Gesundes Obst für Hunde

Apfel

Äpfel enthalten neben Vitaminen den Ballaststoff Pektin. Dieser unterstützt die Reinigung des Darms und kann den Cholesterinspiegel senken. Bei unbehandelten Äpfeln sollte die Schale nicht entfernt werden, denn sie enthält besonders viele Nährstoffe.

Birne

Auch Birnen tragen zur Reinigung des Darms bei und haben eine entgiftende Wirkung. Sie helfen gegen Verstopfungen und sollten deshalb nicht zu häufig verfüttert werden, um Durchfälle zu vermeiden.

Bei Äpfeln und Birnen gilt: Kerne sollten jedoch vor dem Füttern entfernt werden. Ein darin enthaltener Stoff wird zu Blausäure umgewandelt, die bei übermäßigem Verzehr giftig ist. 

Banane

Je reifer die Bananen umso besser werden sie vom Hundemagen verdaut. Ihre Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend auf  die Magenschleimhaut und die Verdauungsorgane. Durch ihren hohen Anteil an Stärke und Kalium haben Bananen einen sättigenden und stopfenden Effekt. 

Bei Durchfall sind Bananen daher eine gute und natürliche Möglichkeit, diesen schnell in den Griff zu bekommen.

 

Beeren

Fast alle Beerensorten können bedenkenlos an Hunde verfüttert werden. Sie sollten allerdings gut durchgereift sein. 

Wildbeeren sollten immer gut gewaschen und nicht aus bodennähe gepflückt werden. Besonders Heidelbeeren und Brombeeren den Fuchsbandwurm enthalten können.

Achtung: Rohe Holunderbeeren sind gesundheitsschädlich für Hunde giftig! Sie enthalten das giftige Blausäure-Glykosid Sambunigrin.

Brombeeren sind reich an Vitamin A und C, Magnesium und Kalium. Sie sind gut für das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Außerdem stärken sie das Bindegewebe und haben eine entgiftende Wirkung auf die Leber. 

Erdbeeren sind reich an Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen. Sie haben einen positiven Effekt auf den Verdauungstrakt und helfen gegen Durchfall und Blähungen. Die Beeren sind gut für das Fell und die Haut deines Hundes. Sein Immunsystem wird gestärkt und Gelenke, Muskeln und Knoche unterstützt.

Heidelbeeren enthalten Vitamin B6 und C, Eisen, Mangan und Schwefel. Sie helfen bei Magen-Darm-Störungen wie Durchfall und haben eine beruhigende Wirkung. So beugen sie Stress vor. Außerdem wirken sie entzündungshemmend, antibakteriell und entwässernd. 

Himbeeren sind reich an Vitamin B und C, Calcium, Magnesium und Phosphor. Sie wirken ebenfalls entwässernd und haben damit einen positiven Einfluss auf die Nieren und helfen bei Blasenproblemen. Auch gegen Verstopfungen beim Hund helfen Himbeeren gut.

Johannisbeeren sind reich an Vitamin B und C, Calcium und Phosphor. Sie stärken das Immunsystem, helfen optimal gegen Stress und bei leichtem Durchfall. Johannisbeeren sind beruhigend und entwässernd.

Ananas

Ananas enthalten proteinspaltende Enzyme und sind reich an Vitamin C, Kalium, Calcium und Magnesium. Sie kurbeln die Fettverbrennung an und haben entzündungshemmende Wirkung. 

Sowohl die Enzyme der Ananas wie auch die der Mango, Kiwi und Papaya, haben einen positive Effekt bei einer Bauchspeicheldrüsen- schwäche des Hundes.

Mango

Mangos sind ebenfalls enzymreich und enthalten viel Vitamin B, C und E. Sie sind gut für die Verdauung, kurbeln die Fettverbrennung an und wirken entzündungshemmend. Besonders bei Gelenkproblemen kann die Vitaminbombe helfen.

Kiwi

Kiwis enthalten viel Vitamin C, Kalium, Magnesium und proteinspaltende Enzyme. Sie sind gut für das Immunsystem, kurbeln die Fettverbrennung an, können das Gewebe festigen und wirken entwässernd. 

Sie sollten wie alle Obstsorten, die proteinspaltende Enzyme enthalten, nicht mit Milch gefüttert werden.

Dattel

Datteln sind reich an Vitamin B und C, Phosphor, Kalium, Magnesium, Schwefel und Calcium, sowie an Spurenelementen wie Mangan, Eisen und Zink. Sie gelten als Superfood und sind getrocknet und ohne den Kern für Hunde ein tolles Leckerchen.  Neben vielen Kalorien, die nicht gut für das Gewicht des Hundes sind, enthalten sie auch viele Ballaststoffe die bei größeren Mengen abführend wirken.

Melone

Zuckermelonen als auch Wassermelonen enthalten viel Vitamin A und C, sowie Kalium und Calcium. Die Früchte sind kalorienarm und regen die Verdauung an. Daher sollten Hunde langsam an Melonen gewöhnt werden, damit Magen-Darm-Trakt nicht rebelliert.

Für Hunde sind Melonen im Sommer eine klasse Erfrischung.

Orange

Jeder weiß, Orangen sind reich an Vitamin C. Darüber hinaus enthalten sie auch Vitamin A, B und D. Unbehandelte Orangen dürfen Hunde sogar mit Schale fressen und profitieren dann noch von den ätherischen Ölen die in der Schale sitzen.

Orange sollte allerdings ausschließlich reif gefüttert werden, da sie sonst zu viel Säure enthalten, die Hunde nicht gut verdauen können. 

Steinfrüchte

Zu den Steinfrüchten zählen unter anderem: Nektarinen, Aprikosen, Kirschen und Pflaumen. In Maßen und entsteint sind sie für Hunde unbedenklich. Die Kerne enthalten Cyan- und Blausäure, die zu einer Vergiftung mit Todesfolge führen können. Außerdem besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Aber auch zu viel Fruchtfleisch von Steinobst kann Probleme im Verdauungstrakt verursachen. 

Steinfrüchte sind reich an Karotin und Vitamin B. Diese Stoffe haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem, das Fell und die Haut eines Hundes.

 

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Gesunde kohlenhydratreiche Lebensmittel

 

Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den gesündesten Kohlenhydratquellen. Sie enthalten fast 80% Wasser, viel Vitamin B und C, Kalium, Calcium und Magnesium. Die Knollen sind ideal bei Allergien und Unverträglichkeiten, die mit dem Allergietest für Hunde nachgewiesen werden können.

Achtung: Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Das bedeutet, dass sie in roher Form giftig für Hunde sind und zu Erbrechen und Durchfall führen können.

Gut durchgekochte und pürierte Kartoffeln sind allerdings die perfekte Schonkost bei Magen-Darm-Beschwerden.

Reis

Reis ist nahrhaft, leicht verdaulich und darf gut gegart in allen Sorten gefüttert werden. Naturreis enthält im gegensatz zu weißem Reis noch alle Nährstoffe. 

Die Körner sind gut geeignet als Schonkost und können bei Durchfall helfen die Verdauung des Hundes schnell  wieder zu regeln.

Haferflocken

Hafer ist eine Getreidesorte, die zwar Gluten enthält, aber reich an gesunden Inhaltsstoffen wie Magnesium, Eisen, Zink und Mangan ist. Haferflocken sollten allerdings nicht roh gefüttert werden. 

Für einen Hund sind sie gut, gegart mit Wasser, als Haferschleim zu verdauen.

Sofern der Hund grundsätzlich Getreide verträgt, können Haferflocken die Verdauung positiv beeinflussen und sind auch als Zugabe für die Schonkost geeignet. Hafer gilt auch als gute Nervennahrung.

 

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Fazit

Gemüse, Obst und Getreide kann nicht nur die Gesundheit eines Hundes positiv beeinflussen, sondern auch Abwechslung in sein tägliches Futter bringen und ihn eine zeitlang gut beschäftigen.

Einige Lebensmittel, die für uns Menschen unbedenklich sind, können aber auch zu einer Vergiftung bei Hunden führen. Daher sollte man sich gut informieren , was man seiner Fellnase zu fressen geben kann.

Unser Tipp: Wenn man herausgefunden hat, was seinem Hund besonders gut schmeckt, kann Obst oder Gemüse auch eine gesunde und kalorienarme Alternative zur Belohnung sein. 

 

Quellen:

  • Begr. Helmut Meyer, Jürgen Zentek, Ernährung des Hundes. Grundlagen-Fütterung-Diätetik. 8.aktualisierte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag; 2016. ISBN978-3-13-220461-4
  • Reinerth Susanne: Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde. Norderstedt: Books on Demand GmbH; 2005. ISBN: 3-8334-3063-X
  • Dr.med.vet.Alexandra Nadig. Heilpflanzen für Hunde: Franckh-Kosmos Verlag Stuttgart 2018.ISBN: 978-3-440-15606-3
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