Erfahrungen & Bewertungen zu Antje Schnitzler

Chronische Darmentzündung (IBD) beim Hund

Chronische Darmentzündung (IBD); der immer wiederkehrende Durchfall

Der Hund leidet immer wieder unter krampfartigen, teilweise blutigen Durchfällen. Medikamente bringen nur kurz eine Linderung? In diesem Fall könnten die Symptome durch die Inflammatory Bowel Disease verursacht werden.

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Definition IBD

Bei der IBD handelt es sich um eine chronische Entzündung des Verdauungstraktes. Es ist vor allem der Dünndarm betroffen. Die Entzündung kann sich aber auch auf den Magen und den Dickdarm des Hundes ausbreiten.

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Wodurch wird die chronische Darmentzündung verursacht?

Die genaue Ursache ist noch nicht geklärt. Tierärzte vermuten, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt. Das Immunsystem des Hundes produziert Abwehrzellen, die sich gegen die Darmschleimhaut richten und eine Entzündung verursachen.

Beteiligte Faktoren

An der Entstehung der Inflammatory Bowel Disease (IBD) sind mehrere Umweltfaktoren beteiligt:

Nicht artgerechtes Futter, das nur wenige Nährstoffe und Ballaststoffe enthält, führt zu einer Verschiebung der Bakterienflora im Verdauungstrakt. Das Mikrobiom (Gesamtheit aller Mikroorganismen) gerät durch die Vermehrung von schlechten Bakterien und die Verdrängung von gesunden Bakterien aus dem Gleichgewicht. Die Verdauung kann nicht mehr optimal stattfinden.

 

Durch Stress beim Hund wird das Immunsystem des Hundes negativ beeinflusst. Im ganzen Körper entstehen kleine, chronische Entzündungsherde, die sogar auf Zellebene zu finden sind. Die kleinen Entzündungen schädigen die Schleimhaut des Darms. Durchfälle treten immer wieder auf. Der Darm des Hundes kann “löchrig” werden. Zusätzlich entsteht also das so genannte Leacky-gut-Syndrom und Nahrungsunverträglichkeiten können sich entwickeln.

 

Durch die nicht mehr ausheilende Entzündung verdickt sich die Schleimhaut. Die Nährstoffe können nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden. Hält die Entzündung über einen längeren Zeitraum an, werden die Darmzotten (blatt- bis fingerförmige Erhebungen der Dünndarmschleimhaut, sie dienen vor allem der Resorption von Nährstoffen) geschädigt und abgebaut.

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Symptome und Diagnostik

 

Der Hund leidet immer wieder unter Durchfällen und Erbrechen. Das kann auch einhergehen mit Fieber. Da die Nahrung nicht richtig verdaut werden kann, bilden sich im Darm verstärkt Gase. Der Bauch ist aufgebläht und schmerzhaft. Gleichzeitig erbricht der Hund immer wieder.

 

Der Flüssigkeitsverlust durch den Durchfall und das Erbrechen führt zu einer Austrocknung. Eine aufgehobene Hautfalte verstreicht nicht mehr. Der Eiweißmangel verursacht eine Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum.

 

Da die Nährstoffe nur mehr in geringer Menge aufgenommen werden, verliert der Hund Gewicht. Das Fell wird stumpf und struppig. Wird die chronische Darmentzündung nicht behandelt, entsteht ein Vitamin B12 Mangel, der zu neurologischen Ausfällen führt.

Diagnose

Bei der klinischen Untersuchung des Hundes sind vergrößerte Lymphknoten und mit Gas gefüllte und verdickte Darmschlingen zu tasten. Ein Ultraschall bestätigt die Verdickung der einzelnen Schichten der Darmwand.
Bei einer Endoskopie wird eine Gewebeprobe der Darmschleimhaut entnommen, die bei Vorliegen der IBD zahlreiche Entzündungszellen enthält.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die chronische Darmentzündung gilt als nicht heilbar. Eine Behandlung des Hundes muss lebenslang erfolgen.

Medikamente wie Kortison verringern die Reaktionen des Immunsystems. Die Entstehung von chronischen Entzündungen durch Entzündungsfaktoren wird unterdrückt.

Infusionen gleichen den Flüssigkeitsmangel aus und stabilisieren den Kreislauf.

IBD ist ein komplexes Thema.

Neben der Schulmedizin, die durch Kortisongaben die Symptome unterdrückt, gibt es auch unterschiedliche Ansatzpunkte und Möglichkeiten der Naturheilkunde.

Angefangen von der richtigen Fütterung bis hin zur Schleimhauttherapie mit  Colostrum und Glutamin sowie die Unterstützung mit Akazienfasern und Probiotika (Aufbau und Stärkung des Mikrobioms).

Diese Ansätze dienen dazu, die Krankheit an ihren Wurzeln zu packen.

Selbstverständlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten wie Phytotherapie, Heilpilze, Weihrauch etc.

Es kommt dabei immer individuell auf den Hund und die Diagnostik an.

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Unterstützende Behandlung

 

Besonders wichtig ist es, Stress beim Hund zu vermeiden. Jede stressige Situation belastet den Körper des Hundes. Durch den Stress beim Hund wird von der Nebennierenrinde verstärkt Kortisol ausgeschüttet, das u.a. Durchfall verursacht.

Achtung: Nicht nur das, was wir gemeinhin unter Stress verstehen, ist  Stress. Genauso, kann auch positive Aufregung den Hund stressen.

Besonders wichtig für den Behandlungserfolg bei der Darmentzündung ist das lebenslange Verabreichen einer Diät, damit die Entzündungen des Verdauungstraktes ausheilen können.

 

Homöopathische Behandlung

Nux vomica D6 und Arsenicum album D12 lindern das Erbrechen und den Durchfall.

Bei krampfartigen und schmerzhaften Durchfällen kann Colocynthis D6 angewendet werden.

Arsenicum album C30 lindert vor allem in der Nacht auftretende Beschwerden.

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Beeinflusst die Ernährung die Inflammatory Bowel Disease (IBD)?

Die Darmentzündung verläuft in immer wiederkehrenden Schüben. In dieser Zeit reagiert der Hund besonders empfindlich auf Belastungen, die durch das Futter verursacht werden.
Darmschonendes Diätfutter enthält nur eine hochwertige Eiweißquelle, die der Hund leicht verdauen kann. Das Futter sollte viele Ballaststoffe und eine reduzierte Menge an Fett enthalten.
Durch die spezielle Nährstoffzusammensetzung des Diätfutters werden der Darm und die Bauchspeicheldrüse des Hundes entlastet. Die Nährstoffe können besser aufgenommen werden.

 

Bei zusätzlicher Nahrungsmittelunverträglichkeit  können dem Hund, als Eiweißlieferant, noch nicht bekannte Proteinquellen wie Insektenprotein, Wild, Pferd oder Känguru gefüttert werden. Das Futter sollte außerdem kein Getreide enthalten, damit die Darmschleimhaut nicht durch das Gluten zusätzlich gereizt wird. Als glutenfreie Stärkelieferanten kommen Reis, Kartoffeln oder Hirse in Betracht.

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Fazit

Die autoimmun bedingte Darmentzündung (IBD) des Hundes muss lebenslang behandelt werden, damit der Hund nicht durch den Mangel an Nährstoffen Gewicht verliert und anderweitige Mangelerkrankungen entwickelt.

Besonders wichtig für die Therapie ist die Vermeidung von Stress, die Fütterung eines hochwertigen, artgerechten Futters (spezielle Zusammensetzung, angepasst an die Erkrankung ihres Hundes) und die Unterstützung seines Immunsystems sowie des Mikrobioms (physilogische Darmflora).

Achtung: Nicht in jedem Fall ist es nötig, dass bekannte Futter zu wechseln und auf teures Diätfutter umzusteigen. Oftmals reicht es, wenn das bisherige Futter hochwertig leicht verdauliche Eiweiße enthält, einfach die Zusammenstellung etwas anzupassen.

Bei unserem Lieblingsfutter zum Beispiel, ist es möglich durch Reduzierung des Fleischanteils und Hinzugabe von Flocken (Kartoffeln, Reis ect.) die Ernährung passgenau für die Situation des Hundes zu gestalten.

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